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Schon bald stimmen wir über die Sanierung der
Arbeitslosenversicherung (ALV) ab. Im wirtschaftlichen Sinn bedeutet eine
Sanierung doch die Wiederherstellung existenzhaltender Gewinne mit
verschiedenen Massnahmen. Ich verstehe darunter aber keine Massnahmen, die
einseitig von den Arbeitslosen getragen werden müssen. Denn dann müsste
man ja einige Zeit später die „Arbeitslosen wieder sanieren“. Als es 2003
der Wirtschaft besser ging hatte man die Beiträge gesenkt sowie auf die
Degression bei höheren und höchsten Einkommen verzichtet. Ohne diesen
Verzicht, den die „Reichsten“ ohne Probleme hätten verschmerzen können,
stände es um die ALV heute auch besser. Dann wären keine einschneidenden
Massnahmen für die Arbeitslosen nötig. Es ist daher wichtig, dass diese
finanzielle Sanierung anders verteilt werden und daher abgelehnt werden
muss. Alex Bringolf, Rheinfelden.
Die Parteipräsidenten sprechen von Siegern
nach dem peinlichen Hin und Her bei der Beratung und Abstimmung über den
UBS – Deal. Wer hat gesiegt, und wer sind die Verlierer? Worum ist es bei
dem schlecht aufgeführten Theater von Bern überhaupt gegangen? Der
Bundesrat hat ohne gesetzliche Grundlage einen Vertrag mit den USA
abgeschlossen und sich hinter der Finanzmarktaufsicht versteckt. Ursache
dieses Vertrages ist die UBS, die auf ungesetzliche Weise Amerikaner zum
Steuerbetrug animiert hatte.
Der freie Sonntag ist in unserer Kultur stark
verankert. Religion und Tradition, aber auch das immer hektischere und
anspruchsvollere Erwerbsleben rechtfertigen den Sonntag als allgemein
anerkannten Ruhetag. Einmal mehr bezahlen die Angestellten die Zeche, weil
sie noch mehr auf ihre Freizeit im Kreise der Familien und Freunde
verzichten müssen. Dem Verkaufspersonal wird bereits heute grosse
Flexibilität abverlangt. Noch bevor am 13.Juni über die zusätzlichen
Sonntagsverkäufe abgestimmt wird, wollen einige Aargauer Politikerinnen
und Politiker bereits mehr Abendverkäufe bis 21 Uhr. Und wozu das? Für
null und nichts! Niemand kann den gleichen Franken zwei Mal ausgeben, nur
weil man neu auch am Sonntag einkaufen kann. Die Profiteure sind
Einkaufszentren und Grossverteiler, das Nachsehen haben die Dorf- und
Quartierläden, denen die höheren Personalkosten mehr zu schaffen machen.
Nebst zwei Sonntagen im Advent, die der Regierungsrat festlegt, können neu
zwei weitere Sonntagsverkäufe von den 220 Gemeinden individuell festgelegt
werden. Mit 220 Sonderlösungen werden an jedem Sonntag im Jahr irgendwo im
Kanton Aargau Geschäfte geöffnet sein. Das führt zu wachsendem
Einkaufstourismus und sonntäglichem Mehrverkehr.
Bericht aus dem Grossen Rat Dank einer Interpellation erfuhren die Ratsmitglieder alles über den brutalen Abschuss eines Flamingos auf dem Flachsee. Zahlreiche andere Punkte standen auf der Traktandenliste. Doch nach der Behandlung von 25 der 37 vorgesehen Geschäften musste Ratspräsidentin Patricia Schreiber die Sitzung aufgrund der fortgeschrittenen Zeit beenden, sodass nicht mehr über das zweite exotische Highlight des Tages debattiert werden konnte: die Einführung eines Wahlfachs „Glück“ an den Aargauer Schulen. Mehr...
Am Samstag, 17. April, sammelten Mitglieder
der SP des Bezirks Rheinfelden und der Gewerkschaften vor dem Rathaus in
Rheinfelden Unterschriften für
Dem Volk verkündet die Schweizerische
Volkspartei lautstark auf allen Kanälen ihr Engagement für die breiten
Bevölkerungsschichten. Themen wie öffentliche Sicherheit oder eine starke
Schule gehören an vorderster Front dazu. Im Grossen Rat erlebe ich aber,
wie gerade diese Partei stets Nein zu solchen Anliegen sagt, weil halt
mehr Polizisten
Mit harten Bandagen kämpfen Krankenversicherer
von << guten Risiken >> und beackern den Markt heute schon- also ein
halbes Jahr, bevor die neuen Krankenkassenprämien überhaupt feststehen.
Der Wettbewerb der Versicherungsmakler ist in vollem Gange, berichtete <<
Kassensturz >> Versicherer
Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass die
höhere Lebenserwartung bereits bei der im Jahre 2003 beschlossenen Senkung
des Umwandlungssatzes von 7,2 auf 6,8 Prozent bis 2014 berücksichtigt
worden ist. Eine erneute Senkung ist deshalb nicht notwendig, denn seither
ist die Lebenserwartung kaum mehr gestiegen. Wir bezahlen die gleiche
Rechnung doch nicht zweimal. Ausserdem sind die Boni der Manager und die
Gewinne der Aktionäre bereits wieder gestiegen, und wir sollen mit
tieferen Renten für die Krise bezahlen. Das kommt nicht in Frage. Deshalb
lege ich aus Ueberzeugung ein NEIN am 7. März in die Urne.
Mit den AHV- und Pensionskassenrenten sollen
alle im Alter «die gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise»
fortsetzen können. So steht es in der Bundesverfassung. Dieses Ziel ist in
Gefahr. Im Jahr 2005 senkte das Parlament den Umwandlungssatz von 7,2 auf
6.8 Prozent. Nun ist der zweite Streich geplant: Mit der Senkung auf 6,4
Prozent werden die Rentenansprüche nochmals gekürzt – ohne Kompensation!
Gegen diese Leistungskürzung müssen wir uns wehren. Paul Wachter ehem. SP Grossrat Kaiseraugst
Doris Benker lud ein, und zahlreiche ehemalige
sowie gegenwärtige SP-Grossratsmitglieder aus den beiden Fricktaler
Bezirken folgten ihrem Ruf. Alter Tradition entsprechend trafen sie sich
im Möhliner Bahnhöfli zum gemütlichen Essen und zum ehrgeizigen Kegeln, in
welchem die Männer die Frauen schlagen konnten. Obwohl der Sieg nur
hauchdünn ausfiel, war der Jubel der Sieger äusserst lautstark.
Noch vor einer Woche bekannte sich UBS Konzernchef Oswald
Grübel zu moralischen Werten. Die Kunden werden unsere Anstrengungen mit
Vertrauen belohnen, schrieb er in einer internen Mitteilung, mit welcher
er sämtliche UBS-Leute auf neue Prinzipien eingeschworen hatte. Nur eine
Woche später hat es die UBS geschafft, wiederum in aller Munde zu sein.
Viel hat die Grossbank aus der Krise nicht gelernt. Trotz Verlusten von
drei bis vier Milliarden Franken will sie vier Milliarden ihren
Mitarbeitern für das Krisenjahr 2009 an Boni auszahlen. Damit wird sie
kaum das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen. Der UBS ist das
Fingerspitzengefühl abhandengekommen. Schlimmstenfalls könnten die
Zahlungen an Mitarbeiter das Eigenkapital der Bank dermassen schmälern,
dass bei einer erneuten Krise der Finanzmärkte wiederum der Bund zu
Hilfe eilen müsste. Wenn Managern, die in jüngster Vergangenheit unter
Beschuss gerieten, schamlos Boni ausbezahlt werden, muss man sich nicht
wundern, wenn ein Aufschrei durch die Bevölkerung geht. Zumal man damit
rechnen muss, dass die Arbeitslosigkeit weiter ansteigen wird. Das
Verhalten der UBS hat nun auch Politiker - auch auf der bürgerlichen Seite
- aufgerüttelt. Nachdem FDP und CVP im Ständerat griffige Instrumente
gegen überrissene Managerlöhne gestrichen haben, wird nun die grosse
Kammer des Parlaments darüber befinden, ob sie durch ein neues Aktienrecht
die Aktionäre stärken oder den Bankern weiterhin unverschämte Boni zugestehen
will. Nun hat es der Nationalrat in der Hand, das Vertrauen der
Bevölkerung zu gewinnen.
Stellungnahme des Vorstands der SP des Bezirks Rheinfelden
Grossrat Roland Agustoni tritt per Ende Januar 2010 aus der Sozialdemokratischen Partei aus und wechselt zu den Grünliberalen, die ihn auch in ihre Grossratsfraktion aufnehmen. Damit verliert die SP im Kantonsparlament einen Sitz, für den wir zusammen mit unseren Mitgliedern hart gekämpft haben.
Dieser Schritt ist allein Roland Agustonis Entscheid. Wir können ihn nicht verstehen, konnten ihn nicht umstimmen und müssen seinen Austritt enttäuscht akzeptieren. Natürlich tut es weh, auf diese Weise einen Parteikollegen zu verlieren, aber die SP ist sowohl thematisch wie auch personell sehr gut aufgestellt und wird die entstandene Lücke mit neuen Kräften füllen. Wir haben auf die brennenden und aktuellen Fragen unserer Zeit klare und differenzierte Antworten. Deshalb sind wir überzeugt, dass es sich lohnt, weiter für das Ziel einer gerechten Gesellschaft und einer intakten Umwelt zu kämpfen.
Der Vorstand der SP des Bezirks Rheinfelden hat sich mit der Situation auseinandergesetzt und stellt die Weichen für die Zukunft, um weiterhin erfolgreich sozialdemokratische Werte in Gemeinde, Bezirk, Kanton und auf nationaler Ebene zu vertreten. Unser erklärtes Ziel ist es, den zweiten Sitz in den nächsten Wahlen zurückzuerobern. Dafür setzen wir uns ein und zählen auch auf die Unterstützung der Parteimitglieder.
28.10.2010
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